Wie verhaltet man sich im Brandfall richtig?

Bewahre so gut es möglich ist Ruhe und gehe wie folgt vor:

1. Brand melden

  • Betätige, wenn vorhanden, den Brandmelder
  • Setze einen Notruf mit Hilfe der 5Ws ab: 122
    • WER spricht?
    • WO ist es passiert?
    • WAS ist passiert?
    • WIE VIELE Personen sind verletzt?
    • WARTEN auf Rückfragen!

2. In Sicherheit bringen

  • Rette gefährdete Personen
  • Schließe Türen
  • Folge grün gekennzeichneten Fluchtwege
  • Benutze keine Aufzug

1. Löschversuche unternehmen

  • Sollte der Brand noch nicht zu groß sein, starte erste Löschversuche mit vorhandenen Löschgeräten
    • Feuerlöscher
    • Wandhydrant
    • Löschschlauch
  • Bedenke jedoch: Selbstschutz geht vor!

Brandklassen

Brandklassen sind maßgeblich für die Verwendung der richtigen Löschmittel in Abhängigkeit von der brennenden Substanz. Unterteilt sind diese in die Klassen A, B, C, D und F.

Brandklasse A

  • Stoffart: Feste Stoffe, vorwiegend organisch zB.: Holz, Papier, Kohle, Heu
  • Löschmittel: Wasser, Schaum, ABC-Pulver, Gase oder Löschdecke

Brandklasse B

  • Stoffart: Flüssigkeiten, flüssig werdende Stoffe zB.: Benzin, Ethanol, Teer, Wachs, Kunststoffe, Lacke
  • Löschmittel: Schaum, ABC-Pulver, BC-Pulver, Kohlenstoffdioxid (CO2), Löschdecke

Brandklasse C

  • Stoffart: Gase zB.: Wasserstoff, Erdgas, Methan, Propan, Butan
  • Löschmittel: mit ABC-Pulver, BC-Pulver löschen
  • ACHTUNG: Erst Gaszufuhr unterbrechen, da sonst explosives Gas-Luftgemisch entstehen kann, dann löschen

Brandklasse D

  • Stoffart: Metalle zB.: Aluminium, Magnesium, Natrium, Legierungen
  • Löschmittel: mit Metallbrandpulver (D-Pulver), trockenem Sand / Streusalz oder Zement löschen
  • ACHTUNG: Niemals Wasser verwenden, Explosionsgefahr!

Brandklasse F

  • Stoffart: Fette zB.: Speiseöle, Speisefette
  • Löschmittel: durch Ersticken, mit Pulverlöscher bedingt löschen
  • ACHTUNG: Niemals Wasser verwenden, Explosionsgefahr!

Brandmelder retten Leben!

Das Einatmen von Kohlenmonoxid (CO) führt nach kürzester Zeit zur Bewusstlosigkeit und kann bis zum Erstickungstod führen. Dieses Gas wird unter anderem bei Bränden freigesetzt und wird von Brandmelder erkannt. Diese nehmen Rauchentwicklungen wahr und lösen daraufhin einen Alarm aus. Dieser kann akustisch erfolgen, sodass sich in der Nähe befindliche, vielleicht sogar schlafende,  Personen aufmerksam werden und einen eventuellen Brand somit bei der Entstehung schon löschen und damit verhindern können.Diese Alarmierung kann ein größerer Brand verhindern bzw. sogar Menschenleben retten.

Beim Kauf eines Brandmelders ist auf das CE und GS Prüfzeichen zu achten. Bei batteriebetriebenen Exemplaren muss dieser unbedingt bei niedrigem Batteriestatus akustische Warnsignale von sich geben, bestenfalls mit 30 Tage Restlaufzeit.

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